Wann ist eine Fassadenreinigung sinnvoll?
Eine Fassadenreinigung ist keine einmalige Aufgabe, sondern sollte regelmäßig erfolgen. Einen idealen Rhythmus gibt es dafür aber nicht. Bilden sich sichtbare, störende Verfärbungen, ist der Zeitpunkt für eine Reinigung gekommen. Sind Algen, Pilze oder Moos zu erkennen, sollte sofort gehandelt werden, um langfristige Schäden zu verhindern.
Wie häufig eine Hauswand gereinigt werden muss, hängt von individuellen Faktoren wie dem Standort, der Witterung, der Gebäudeausrichtung und der Bausubstanz ab. Häuser in schattigen, feuchten Lagen oder in der Nähe von Bäumen benötigen meist eine häufigere Reinigung. Besonders gut eignen sich hierfür die wärmeren und trockenen Monate. So kann die Fassade anschließend vollständig trocknen.
Häufige Verschmutzungen erkennen
An Außenfassaden treten oft biologische Verschmutzungen auf. Algen zeigen sich beispielsweise in Form von grünlichem oder rötlichem Belag und begünstigen Pilze. Diese sind durch dunkle Flecken erkennbar. Werden Algen und Pilze nicht entfernt, können sich aus ihnen hartnäckige Flechten bilden.
Häuser an stark befahrenen Straßen sind zudem anfällig für Verschmutzungen durch Ruß, Staub oder Abgase. Die Folge ist eine dunkle, klebrige Schicht auf der Hauswand. Auch Spinnweben, Insektenreste und Vogelkot hinterlassen unschöne Spuren. Letzterer kann den Putz sogar verätzen und bleibende Schäden hinterlassen.
Die besten Reinigungsmethoden im Überblick
Welche Methode geeignet ist, hängt immer vom Fassadenmaterial und dem Grad der Verschmutzung ab. Bei leichten Verunreinigungen genügt oft bereits klares Wasser mit ein wenig Spülmittel. Für stärkere Verschmutzungen an robusten Backstein-, Ziegel-, Beton- oder Klinkerfassaden eignet sich ein Hochdruckreiniger. Grundsätzlich sollte vorab jedoch immer geprüft werden, ob die Fassade dem Druck des Reinigers tatsächlich standhält. Gerade bei Altbauten könnte der Putz unter Umständen abbröckeln. Starten Sie mit möglichst wenig Druck und erhöhen Sie diesen langsam.
Für eine noch gründlichere Reinigung eignet sich ein Wasserschlauch mit Bürstenaufsatz. So lassen sich stark verschmutzte Stellen gezielter behandeln. Je nach Art der Verschmutzung können spezielle Reiniger wie Algenentferner erforderlich sein.
Bei empfindlichen Hausfassaden aus Holz oder Kunstharz sind besonders schonende Reinigungsmittel gefragt. Aggressive Hausmittel wie Essigessenz sind hier nicht pauschal empfehlenswert, da sie feine Materialien oder Beschichtungen beschädigen können. Auch Hochdruckreiniger sollten hier nicht eingesetzt werden.
Fassadenreinigung selbst durchführen oder Fachbetrieb beauftragen?
Leichte Verschmutzungen lassen sich gut selbst entfernen. Bei großflächigem Algen- oder Pilzbefall, empfindlichen Materialien sowie schwer erreichbaren Stellen ist ein Fachbetrieb meist die bessere Wahl. Professionelle Anbieter erkennen sofort, welches Reinigungsverfahren für die jeweilige Fassade geeignet ist. Bei sichtbaren Rissen, abblätterndem Putz oder anderen Schäden sollte ebenfalls ein Experte herangezogen werden, um vor einer Reinigung die Ursache zu klären.
Vorsicht vor diesen Fehlern
Wer seine Hauswand effektiv reinigen möchte, sollte nicht einfach zum stärksten Reinigungsmittel oder höchsten Wasserdruck greifen. Eine ungeeignete Methode kann Anstrich und Putz langfristig beschädigen und Feuchtigkeit in die Fassade bringen. Weitere häufige Fehler bei der Fassadenreinigung sind:
- Zu lange warten: Starke Verschmutzungen sind schwerer zu entfernen und können bereits Schäden verursacht haben.
- Nur Wasser verwenden: Wasser entfernt oberflächlichen Schmutz, reicht bei hartnäckigen Sporen von Algen oder Moos aber nicht aus.
- Von unten nach oben reinigen: Das kann zu unschönen Schmutzwasserflecken führen. Besser von oben nach unten arbeiten.
- Fassadenreiniger zu kurz einwirken lassen: Je nach Stärke des Befalls kann eine Einwirkzeit von rund 30 bis 60 Minuten erforderlich sein. Beachten Sie dabei immer die Herstellerangaben.
- Schmutzwasser nicht auffangen: Insbesondere bei chemischen Reinigungsmitteln muss verhindert werden, dass das Wasser unkontrolliert in den Erdboden oder die Kanalisation gelangt.
- Fehlende Versiegelung: Nach der Reinigung sollte die Fassade versiegelt werden, um erneuten Verschmutzungen entgegenzuwirken.
Bereits beim Hausbau lohnt es sich, auf qualitativ hochwertige Fassadenmaterialien zu achten. Denn schlecht verarbeitete Baustoffe sind anfälliger für Verschmutzungen. Eine durchdachte Fassadengestaltung und möglichst wenig dauerhafte Verschattung tragen ebenfalls dazu bei, größere Verschmutzungen langfristig zu vermeiden.







